Kreatives Schreiben

Schreiben mit handwerklich-literarischer Ausrichtung: Kurzgeschichte, Erzählung, Roman, Märchen, Anekdoten, Gedichte

Im Kreativen Schreiben werden Methoden eingesetzt, die den Schöpfergeist wecken und Erlebnisse und Erinnerungen als authentische Grundbausteine für Geschichten freilegen. Wir erlangen Zugang zu den Bildern unserer Seele und unserer Umwelt, die wir sprachlich in eine passende Form bringen. Wir lernen, mit der Sprache zu spielen, Melodien zu hören, Rhythmen zu folgen und stilistische Mittel einzusetzen: kurz wir finden unsere eigenen Themen und unsere eigene Stimme.

Liebe Federfreunde

Kann man Schreiben lernen? Das fragen mich viele. Wird man mit Schreibtalent geboren oder eben ohne Begabung?
Na, frage ich prompt zurück:
Wird man denn als begabter Zahnarzt geboren? Oder anders gefragt: Kann einer schreiben, der nicht schreiben lernt?

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Schreiben, liebe Federfreunde, ist wie Zähne bohren: Es braucht Fingerübung, wache Augen, Feingefühl, Aufmerksamkeit, Präzision, und ja, unsentimentale, tiefschichtige Schürfarbeit.

Kein Wunder, kommen einem da hin und wieder Selbstzweifel. Die Angst vor dem eigenen Wort ist begründet, denn die eigene Stimme ist so einzigartig wie der Fussabdruck auf einer Hühnerleiter: Man kann sich nicht verleugnen. Ich gebe zu, ich denke ja selbst auch immer mal wieder: „Wie soll einer wie ich Geschichten schreiben können? Ich weiss ja nicht einmal, wie man Fux schreibt – Fuchs oder Fucks, fucks!“

Deshalb Mut! Schreiben kann nicht nur gelernt werden, schreiben muss gelernt werden.
Zur Motivation sage ich mir: Federfux,
vergiss nicht, du bist einzigartig! Es gibt keinen, der so ist wie du. Nur du kannst deine Geschichte erzählen.

Also Mut, liebe Federfreunde, beginnt zu schreiben und seid stolz, wenn ihr nach einer Woche bereits die Seitenzahlen eures grossen Werks geschrieben habt.

Schreibt weiter, bis ihr fliegt, Feder frei!